Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer Y 0308.01

Schnappschlosspistole von einem Paar

Osmanische Pistolenpaare des 17. Jahrhunderts zählen zu den absoluten Raritäten, da das osmanische Militär zu dieser Zeit Pistolen noch wenig einsetzte. Der Bogen war als Reiterwaffe einfach zu effektiv, als dass er von den noch recht ungenauen Handfeuerwaffen hätte verdrängt werden können. Somit gibt es weltweit kaum eine Handvoll solcher Pistolenpaare. Leider ist nicht überliefert, wie August der Starke oder einer seiner Ahnen in den Besitz dieser Pistolen gelangte. Deren achtkantige Damastläufe sind durch silberne Bünde in drei Abschnitte untergliedert und in Silber tauschiert. Die Schlösser ähneln sehr stark dem Schnappschloss eines osmanischen Gewehrs der Dresdener Rüstkammer (Inv.-Nr. Y 0338). Es ist anzunehmen, dass die drei Schlösser in einer Werkstatt entstanden. Auch der Dekor des Gewehrs, welches sich in der Garderobe des Vaters von August dem Starken, Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen, befand, kommt mit seinem çintamani-Muster dem des Pistolenpaars recht nahe.
Zugehörig: Inv.-Nr. Y 308.02
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