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Säbel / Säbel mit Scheide

Abmessungen
Länge 95,5 cm Klinge 84,9 cm Breite 23 cm; Parierstange Breite 15 Gewicht 964 g
Museum
Inventarnummer
Y 0073.01
Die leicht gebogene Rückenklinge ist mit drei vertieften sowie vergoldeten Kreisen, einem gravierten Rankendekor und Resten einer spiralförmigen Silbertauschierung verziert. In den kreisförmigen Vertiefungen befindet sich jeweils in der Mitte ein kleine Aushöhlung, worin früher möglicherweise Edelsteine saßen. Der hölzerne, lederbezogene Griff ist mit Silberdraht umwunden. Die gesamte Fläche der aus Silber gegossenen, vergoldeten Knaufkappe ist mit der arabischen Inschrift „Es gibt keinen Helden außer Ali, es gibt kein Schwert außer dem Zülfikar“ ausgefüllt. Auffällig ist, dass die langgezogenen Linien des „i“ in Ali und des „f“ in Schwert (arab. saif) doppelt, d.h. in der Form des doppelklingigen Schwertes Muhammads ausgeführt wurden. Der Meister der Knaufkappe kopierte also nicht einfach nur eine arabische Inschrift, er verstand auch ihren Inhalt. Das aus Eisen geschmiedete Kreuz ist gerade. Die hölzerne Scheide ist mit schwarzem Chagrinleder bezogen. Ortband, Mundblech und Mittelbänder sind aus gegossenem und vergoldetem Silber. Der Dekor, z.T. aus in Spitzovalen eingefassten Blütenstauden bestehend, ist geschnitten. Dieser ungarische Säbel gelangte vermutlich als Beutestück in den Besitz eines Janitscharen, der am Knauf die bei den Janitscharen beliebte Inschrift anbringen ließ. 1602 gehörte diese Waffe zur Ausstattung eines Türken, den Kaiser Rudolph II. am 23. Februar als Geschenk an Kurfürst Christian II. von Sachsen schickte. 1719 wurde er im Serail anlässlich der Hochzeit des Sohnes Augusts des Starken als Waffe des „Bassa“ (Pascha) an einer Wachsfigur ausgestellt.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Knaufkappe Inschrift (arabisch): ﺭﺎﻘﻔﻟﺍﻭﺫ ﻻﺍ ﻒﻴﺳ ﻻ ﻰﻠﻋ ﻻﺍ ﱴﻓ ﻻ [Es gibt keinen Helden außer Ali, es gibt kein Schwert außer dem Zülfikar!]
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