Polnisch-litauisches Königswappen mit dem kursächsischen Wappen

Die sächsisch-polnische Union, die mit der Erlangung der polnischen Krone durch August den Starken 1697 hergestellt wurde, kam heraldisch in der Vereinigung der Hauptwappen der von ihm regierten Territorien zum Ausdruck. Dem bekrönten vierteiligen polnisch-litauischen Wappen ist das zweiteilige kurfürstlich-sächsische mit dem Kurhut darüber mittig als Herzschild aufgelegt. Der weiße Adler mit Krone in rotem Feld steht für das Königreich Polen, der weiße Reiter mit Schwert und Schild in rotem Feld für das mit diesem verbundene Großfürstentum Litauen. Auf dem Waffenschild des litauischen Reiters befindet sich das Wappen der Dynastie der Jagiellonen. Der Schild mit diagonaler grüner Raute über schwarzen und goldenen Querbalken bedeutet das Herzogtum Sachsen, das den Wettinern zusammen mit der sächsischen Kurwürde 1423 übertragen wurde. Der Schild mit zwei gekreuzten Schwertern bezeichnet das Reichserzmarschallamt im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, das mit der sächsischen Kurwürde verbunden war. Das Motiv leitet sich von der Funktion des sächsischen Kurfürsten ab, dem Kaiser auf Reichstagen im Zeremoniell das Reichsschwert vorzutragen.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
verso eingeritzt: T
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