Die vier identischen Gewehre, siehe auch G 0229, G 0231 und G 0232, haben achtkantige gezogene Läufe. Die Schlossplatten tragen vergoldete durchbrochene Beschläge mit dem kursächsischen und dem württembergischen Wappen. Die Schäfte sind reich mit Bein eingelegt und zeigen neben Rankenwerk figürliche Szenen, Ornamente und am Kolben einen Jäger; auf den Schlossgegenseiten Rollwerkkartuschen und einen Raubvogel. Auf dem Wangenstück ist die Szene Phyton und Apollo abgebildet. Auf den Kolbenplatten zeigen neben Jahreszahl und Wappen die Initialen von Herzog Johann Georg und Sibylla Elisabeth von Württemberg. Die Gewehre waren wohl ein Hochzeitsgeschenk.
Hans Stockmann, einer der bedeutendsten Büchsenmacher des frühen 17. Jahrhunderts, war seit 1600 am kurfürstlich-sächsischen Zeughaus tätig. Er fertigte eine große Zahl von Feuerwaffen an, von denen noch elf Gewehre und 111 Pistolen in der Rüstkammer erhalten sind.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Lauf signiert: "HS", datiert: 1604; Kolbenplatte: sächsisches und württembergisches Wappen mit Insignien IGHZS, SEHZS, datiert: 1604; Wangeninschrift: PYTHON•APOLLO
Zugeordnete Objekte
G 0229 Radschlossgewehr von einer Vierergruppe (übergeordnet)
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