In vier grünen Schränken wurden im zwingerseitigen, an das Reißgemach grenzenden Raum der Kunstkammer allerlei „gertner, setz- und pfropfzeuge“ aufbewahrt. Dazu zählten Spaten, Pflanz- und Dibbelhölzer, Harken, unterschiedliche Hacken, Raupenscheren, Freilandzirkel, Maßstäbe, zahlreiche kleine Gartenbestecke zum Okulieren sowie sogenannte Kernsetzer.
Bei den zwei farbig gefasstne Spaten, vgl. auch Inv.-Nr. P 0070, besteht das Blatt hauptsächlich aus Holz und ist mit einer festen Metallkante beschlagen. Die Motive aus Blüten und Früchten weisen auf die erhoffte reiche Obsternte hin. Der gute Erhaltungszustand dieser beiden Spaten verrät, dass sie wohl nie benutzt wurden. Sie gelangten vermutlich direkt in die Kunstkammer des Kurfürsten August und sind dort 1587 inventarisiert worden: „2 Grün gemahlete beschlagene Spaten“.
Das tätige Interesse des Kurfürsten August am Pflanzen und Veredeln von Obstkulturen ist durch zahlreiche Dokumente verbürgt. Der Spaten ist im Raum "Der Kurfürst als artifex" in der Dauerausstellung "Weltsicht und Wissen um 1600" präsentiert.
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