Dolch mit Scheide

1617 gelangte als Geschenk von Kaiser Matthias an Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen eine der prächtigsten osmanischen Waffen der gesamten Dresdener Rüstkammer in die Sammlung. Die gerade zweischneidige Klinge dieses Dolches ist mehrfach durchbrochen und reich mit Fiederblattranken und kleinen Rosetten in Gold tauschiert. In der Rinne nahe dem Griff befinden sich zwei kleine, bewegliche Perlen. Griff, Knauf, Parierstange und Scheide sind vollkommen mit getriebenem Goldblech überzogen. In die gleichmäßig über die gesamte Oberfläche verteilten buckelartigen Erhebungen sind zahlreiche Rubine und Türkise eingelegt. Die Scheide ist auf ihrer Rückseite deutlich zurückhaltender verziert. Zwischen unterschiedlich geformten Medaillons mit erhabenen Blütenspiralen sind die verbleibenden Flächen mit einem noch kleinteiligeren, gravierten Rankendekor bedeckt. Die zur Klinge hin gebogenen, kurzen Knebel der Parierstange enden in Drachenköpfen. Einige kleine Beschädigungen des Goldbleches an der Scheide lassen erkennen, dass das stark räumlich getriebene Blech mit einer gipsartigen Masse unterfüttert ist.
Zugeordnete Objekte
L 0002 b Sattel mit Bauchgurt (übergeordnet)
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