Turnierharnisch für das Welsche Gestech

Peffenhauser, Anton (1525-1603) | Hersteller
Der für Kurfürst Christian I. von Sachsen geschlagene Harnisch besteht aus einem Helm mit aufschlächtigem Visier, einem Bart mit Luftgebe und rechtsseitigem Brechrand. Die Brust mit Gansbauch hat Achselgeschübe, einen graden Rüsthaken sowie einen Bauchreifen. Die Beintaschen sind dreifach geschoben. Das Armzeug besteht aus siebenfach geschobenen Spangröls mit Hinterflügen, Armröhren mit ganzen Muscheln und geschobenen Fingerhandschuhen. Mit dem linken Armzeug sind eine große Stechachsel und ein Stechmäusel verschraubt. Das Beinzeug setzt sich aus geschobenen Ober- und Unterdiechlingen, viermal geschobenen Kniekacheln, ganzen Beinröhren und Schuhen mit Rüst-, Ballen- und Knöchelgeschübe zusammen. Zu dem Harnisch gehört eine halbe Rossstirn. Der vergoldete Ätzdekor in Form von Streifen mit Blattranken ist von schwarzen Linien eingefasst. Auf der Stechachsel und dem Wappenschild der Rossstirn befinden sich die Darstellungen einer von Blütenranken umgeben Jungfrau mit Siegerkranz. Der Harnisch fand beim „welschen Gestech“ Verwendung, bei welchem die Kontrahenten auf einer durch eine hölzerne Schranke geteilten Stechbahn die Lanzen brachen.
Museum
Abmessungen
Gesamtgewicht ohne Wechselstücke 33,184 kg
Inventarnummer
M 0027
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