Morion / Prunkharnisch mit Morion und Kürisssattel

Libaerts, Eliseus | Hersteller
Neben dem sogenannten Herkulesharnisch für Mann und Ross (Inv.-Nr. 0100.01-.03) besitzt die Dresdener Rüstkammer noch einen zweiten Harnisch, der von Eliseus Libaerts verziert wurde. Kurfürst Christian II. von Sachsen kaufte die Garnitur 1604 von dem Goldschmied Heinrich Cnoep für seinen jüngeren Bruder und späteren Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen vermutlich aus Anlass dessen Hochzeit mit Sibylla Elisabeth von Württemberg am 16. September 1604. Der Harnisch trägt einen erhabenen, goldenen Dekor auf schwarzem, punziertem Grund. Der Morion ist auf beiden Seiten der Glocke mit berittenen Kriegern verziert. Während der Augenschirm zwei nach vorn gerichtete Delphine trägt, befinden sich auf dem Nackenschirm zwei Affen mit Fächern oder Spiegeln in der Hand. Die übrigen Flächen des Helms, d.h. der Kamm, die Wangenklappen und die Randbereiche der Helmglocke, sind ähnlich dem Harnisch, jedoch unter Verwendung größerer Zwischenräume, mit Blütenranken dekoriert. Das Futter des Helms besteht aus roter Seide. Strittig bleibt noch immer die Fragen nach dem Auftraggeber dieser Harnischgarnitur. Gewöhnlich wird nicht nur der „Herkulesharnisch“ für Mann und Ross als Auftragswerk Königs Erik XIV. von Schweden angesehen, sondern auch diese Harnischgarnitur. Einen sicheren Nachweis gibt es hierfür jedoch nicht. Der zugehörige Prunkharnisch trägt Inv.-Nr. M 0106, der Kürisssattel Inv.-Nr. L 0170.
Museum
Abmessungen
Gewicht 2,448 kg
Inventarnummer
N 0110
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