Handbeil

Das Handbeil trägt an der Klinge das königlich-dänische und das kurfürstlich-sächsische Wappen. Es ist wie eine Prunkwaffe flächenübergreifend verziert. Am Helm erscheint die Figur der Fortuna. Handbeile sind beim Pfropfen von Obstbäumen, das Kurfürst August umfassend erprobte, unentbehrlich, aber auch im Tischlerhandwerk einsetzbar. Das Werkzeug dürfte wahrscheinlich mit dem im Inventar von 1587 aufgeführten „geetzt klein handbeil mit einem beinern helm" identisch sein. Denn tatsächlich besteht die Kappe unten am Griff aus Elfenbein, während der ansonsten hölzerne Schaft mit Pflanzenranken aus Bein eingelegt ist.
Das Beil befand sich in einem mit Intarsien eingelegten Kasten, das zahlreiche Werkzeuge für Tischler, Schlosser, Wundärzte und Goldschmiede enthielt. Erhalten haben sich daraus neben dem Handbeil zwei Hobel (Inv.-Nrn. P 0246 und P 0247), ein Stockschere (Inv.-Nr. P 0261) und eine Rennspindel (siehe Inv.-Nr. P 0224). Die Werkzeuge sind im Raum "Der Kurfürst als artifex" in der Dauerausstellung "Weltsicht und Wissen um 1600" präsentiert.
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