Schandmaske

Ort, Datierung
Abmessungen
Tiefe 19 cm Breite 36,5 cm Höhe 30,7 cm Gewicht 1527 g
Museum
Inventarnummer
P 0348
Die eiserne, geschwärzte Schandmaske hat die Gestalt eines Gesichtes mit langen Eselsohren. Am Rand sind drei bewegliche Bügel angenietet, die als Verschluss am Hinterkopf dienen. Das Tragen der Schandmaske war eine Ehrenstrafe, die bei minder schwerem Fehlverhalten verhängt wurde, etwa bei Klatsch- oder Zanksucht, Beleidigung, handwerklichem Pfusch oder moralischen Verfehlungen. Die Träger wurden öffentlich an einem gut besuchten Ort - etwa auf dem Marktplatz oder am Pranger - zur Schau gestellt und der Lächerlichkeit preisgegeben. Das hier gezeigte Stück wurde bei dem 1890 erfolgten Umbau des zum Kammergut Mügeln gehörigen, zugleich in justizfikalischer Benutzung befindlichen Schlosses Ruhetal gefunden. Es befand sich dort im oberen Teil des für amtgerichtliche Zwecke benutzten Turms. 1890 gelangte die Schandmaske in das Historische Museum (Rüstkammer).
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