Dach und Seitenwand eines Dreimastzeltes

Das Zelt ist mit Abstand das größte in der Dresdener Rüstkammer und gehört weltweit zu den prächtigsten osmanischen Zelten des 17. Jahrhunderts. Es wurde anlässlich der Vorbereitungen des Zeithainer Lagers 1729 aus Polen nach Dresden gebracht. Wie es zuvor in königlich-polnischen Besitz gelangte, ist unbekannt. Beim Lager selbst scheint es offenbar als „Tafelzelt“, d.h. zur Einnahme der Mahlzeiten, verwendet worden zu sein. Bis 1939 war es im Lichthof des Dresdener Johanneums ausgestellt und war, wenn auch in mehrere Einzelteile zerlegt, vollständig erhalten. Die fehlende Seitenwand und Teile des nicht ausgestellten Vorzeltes zählen zu den Kriegsverlusten der Rüstkammer. Das auf drei Masten stehende Zelt besteht heute aus einem ovalen Dach, einer großen Seitenwand und einer Seitenwand des Vorzeltes. Die Seitenwände wurden mit Hilfe von Holzknebeln in Schlaufen zwischen dem inneren und dem äußeren Überwurf des Daches geknüpft. Sämtliche Flächen, sowohl die Säulen, Vasen und Medaillons als auch die Bordüren und die Grundflächen sind nahezu vollständig mit reich verzweigten Blütenranken appliziert. In einigen Medaillons finden sich Wolkenbänder aus vergoldetem Leder.
Museum
Abmessungen
Dach und Seitenteil in aufgebautem Zustand: Gesamtlänge (ohne Abspannung) ca. 17,95 m Breite (ohne die 2. Seitenwand) ca. 7,80 m Höhe ca. 5,60 m
Inventarnummer
Y 0364.01
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