Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
55,5 x 46 cm
Inventarnummer
Gal.-Nr. 2525 B
In dem schlicht arrangierten Stillleben mit Pfirsichglas setzte sich Claude Monet mit den unterschiedlichen optischen Phänomenen von Farben im Licht auseinander. Gegenüber den effektvoll gesetzten Reflexen, der Spiegelung des Einweckglases und der frischen Früchte auf der kühlen grauweißen Marmorplatte, treten Körperlichkeit und Bildraum zurück. Ausgehend von diesen bildnerischen Erfahrungen im Frühwerk entwickelte Monet eine neue Anschauungs- und Malweise. Sein Gemälde des Hafens von Le Havre „Impression, soleil levant“ (1872) gab später der gesamten impressionistischen Bewegung den Namen. Für die Gestaltung seiner Bilder war nicht das Motiv ausschlaggebend – oft war es banal und diente allein als Anlass, einen augenblicklichen Sinneseindruck festzuhalten. „Das Pfirsichglas“ schuf Monet im Spätsommer 1866 während eines Besuchs bei seiner Familie in Sainte-Adresse. Das leicht aus der Mittelachse nach links gerückte, den oberen Bildrand schneidende Früchteglas teilt die Leinwand entschieden in spannungsvoll zueinander stehende farbige Flächen. Besondere Aufmerksamkeit richtete Monet auf die Wiedergabe der unterschiedlich beschaffenen Oberflächen des gekochten Obstes hinter Glas und der samtigen Haut der reifen Früchte auf dem Tisch sowie auf die Darstellung des durchsichtigen Glases, des leicht geknitterten Papierverschlusses und des auf Hochglanz polierten Marmors. Akribisch beobachtete der Maler die Farbwirkungen der unterschiedlichen stofflichen Oberflächen im Licht. Im Vergleich zur langen Tradition dunkler Hintergründe wirkt der graugrüne Bildgrund des Dresdner Stilllebens stark aufgehellt. (Autor: Heike Biedermann, 2018)

1927 erworben aus der Kunsthandlung Dr. Alfred Gold, Berlin
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Bezeichnet rechts unten: Claude Monet
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