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Bildnis der Tänzerin Marietta di Rigardo

Slevogt, Max (1868-1932) - Maler
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
229 x 180 cm
Museum
Inventarnummer
Gal.-Nr. 2549
Der Maler, Zeichner und Illustrator Max Slevogt zählte um 1900 neben Max Liebermann und Lovis Corinth zu den bedeutendsten Vertretern des Impressionismus in Deutschland. Als Pianist und Sänger begabt, hatte er eine besondere Vorliebe für musikalische Bühnenaufführungen entwickelt. Nachdem er 1901 von München nach Berlin gezogen war, wandte er sich verstärkt den Stars dieses Genres zu. In so genannten „Schauspieler-Rollenporträts“ stellte er, beeinflusst unter anderem von Édouard Manet, im lebensgroßen Format Sänger, Schauspieler und Tänzerinnen dar.
1904 porträtierte er die Philippinerin Marietta di Rigardo (1880–1966), die mit Vorführungen spanischer Tänze Erfolge feierte. Vorbereitend hatte er mindestens acht Ölstudien angefertigt, von denen sich eine im Albertinum befindet. Mit energisch schneller, breiter Pinselschrift fand er das, dem Rhythmus des Flamenco entsprechende bildnerische Mittel. Doch anders als in den Studien tritt in der ausgeführten großformatigen Version die vibrierende Bewegung zu Gunsten einer stärkeren Einbindung des Raums mit Musikern, Blumenbouquet und prachtvollem Orientteppich zurück, auf dem Marietta di Rigardo Kastagnetten schlagend tanzt. Ihr stolzes, ebenmäßiges Antlitz bleibt im Gegensatz zur temperamentvollen Körpersprache ruhig. Das langschleppende blaue, die femininen Linien hervorhebende Kleid sowie das dekorative Schultertuch betonen die Drehbewegung, deren Wirkung durch den blaugelben Komplementärkontrast gesteigert wird.
Unter dem bürgerlichen Namen Maria Trinidad de la Rosa wurde Marietta als Tochter eines schweizerischen Konsuls und einer Philippinerin in Manila geboren. Zum Zeitpunkt ihrer Tanzkarriere war sie mit Georg David Schulz, dem Leiter des Berliner Kabaretts „Zum siebenten Himmel“, verheiratet. Eine zweite Ehe ging sie 1907 mit dem bayerischen Schriftsteller Ludwig Thoma ein und trat von da an nicht mehr öffentlich auf. (Autor: Heike Biedermann, 2018)

1929 erworben aus der Sammlung Adolf Rothermundt, Dresden
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Bezeichnet rechts unten: Slevogt 1904
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