Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
128 x 102 cm
Inventarnummer
Gal.-Nr. 2211 A
Hartmanns Bildnis des Johann Gottlob von Quandt (1787–1859) ist ein sprechendes Porträt, das den Dargestellten umgeben von Büchern, Kupferstichen und einem Relief als Kunstkenner und Sammler kennzeichnet. Der nachdenklich auf die linke Hand gestützte Kopf und der Zeigegestus der rechten sind Topoi der Gelehrtendarstellungen. Mit dem antiken Stoff des hinter ihm platzierten Reliefs und der religiösen Thematik des vor ihm liegenden Kupferstichs sind die beiden Pole der Kunst seiner Zeit benannt: Klassizismus und Romantik. Es sieht fast so aus, als wende er sich vom einen ab und dem anderen zu. Quandt war einer der engagiertesten Förderer der jungen romantischen Künstler. Zwei der wichtigsten Gemälde des Albertinum waren früher in seinem Besitz, Ludwig Richters „Überfahrt am Schreckenstein“ und Julius Schnorr von Carolsfelds „Familie Johannes des Täufers bei der Familie Christi“. Zudem besaß Quandt Werke von Caspar David Friedrich, Johan Christian Dahl und Ernst Ferdinand Oehme.
Erst kürzlich konnte das Porträt aufgrund von Besprechungen in zeitgenössischen Kunstblättern dem zu seiner Zeit anerkannten Historien- und Porträtmaler Hartmann zugeschrieben werden (Harald Marx, 2014). Während seines Aufenthalts in Rom von 1794 bis 1798 gehörte er zum Kreis um Jakob Asmus Carstens und Karl Ludwig Fernow. In späteren Jahren war er in Dresden als Lehrer einflussreich und setzte sich als Rektor der Meißner Zeichenschule für Künstlerkollegen wie Ludwig Richter oder Georg Friedrich Kersting ein. Nicht zuletzt verteidigte er Caspar David Friedrich 1809 in einem Aufsatz über dessen „Kreuz im Gebirge“ gegen die Anfeindungen Basilius von Ramdohrs. (Autor: Holger Birkholz, 2018)

1908 Vermächtnis Johann Gustav Quandt, Eger
Reproduktion
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