Gruppenporträt von Männern, Frauen und Kindern eines Dorfes, Nauru - Hamburger Südsee-Expedition 1908-1910

Calixtus, Bruder (1. Hälfte 20. Jh.) - Fotograf Sarfert, Ernst (1882-1937) - Sammler
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
8,7 x 13,7 cm
Inventarnummer
PhMi 20
Finanziert von der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung fand zwischen Sommer 1908 und Frühjahr 1910 die Hamburger Südsee-Expedition als ethnographische Forschungs- und Sammelexpedition mit dem Dampfer Peiho statt. Die Organisation lag in den Händen von Georg Thilenius, Direktor des Museums für Völkerkunde Hamburg und Initiator des Unternehmens. Dieses gliederte sich mit wechselnden Teilnehmern in zwei Abschnitte: Unter Führung des Arztes Friedrich Fülleborn (1866–1933) wurde bis Juni 1909 Melanesien erforscht, im zweiten Jahr unter Leitung des Ethnologen Augustin Krämer Mikronesien. Knapp 15.000 der Ethnographica befinden sich heute in Hamburg, 629 wurden an das Leipziger Museum für Völkerkunde überwiesen.
Neben Zeichnungen und Aquarellen wurde viel Wert auf die fotografische Dokumentation gelegt, allein im ersten Expeditionsjahr entstanden mehr als 1.700 Aufnahmen. Die über 2.000 Abzüge in der Leipziger Fotosammlung gehen auf fünf Bildautoren zurück. Von Ernst Sarfert (1882–1937), damals wissenschaftlicher Assistent am Museum für Völkerkunde Leipzig, wurden schon 1911 zahlreiche Fotografien angekauft. Im gleichen Jahr wurden von Wilhelm Lorenzen, der während des zweiten Expeditionsabschnitts als Erster Offizier auf dem Schiff tätig war, rund 200 Aufnahmen (Positive mit dazugehörigen Negativen) zusammen mit ethnographischen Objekten erworben. In den Jahren 1915 und 1917 wurden im Hamburger Museum knapp 700 Abzüge von dort verwahrten Negativen Friedrich Fülleborns und des Malers Hans Vogel (1885–1970) bestellt. Vom Anthropologen Otto Reche (1879–1966) erwarb man 130 Abzüge aus Melanesien. Während Reche überwiegend anthropometrische Aufnahmen fertigte, widmeten sich die anderen unterschiedlichen Sujets wie Hausbau, Handwerk oder Landschaft, aber auch dem ethnographischen Porträt. In zahlreichen dieser Fotografien hat sich zudem die Begegnung zwischen den Kulturen eingeschrieben: Nicht immer intentional sind häufig auch die Wissenschaftler im Bild zu entdecken.
Creditline
GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
Wenn Sie Reproduktionsrechte an diesem Objekt erwerben wollen, nehmen Sie bitte hier mit uns Kontakt auf.
Feedback
Wenn Sie zusätzliche Informationen zu diesem Objekt haben oder einen Fehler entdeckt haben, dann schreiben Sie uns: Anmerkung verfassen
Weitere Objekte, die Sie interessieren könnten, aus den Rubriken:
Fotografie
o.T. (aus der Serie „Anthropologische Vexierbilder oder Die zerbrochene Symmetrie der Sprache“)
Mayer, Maix
Kunstfonds
GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Bumerang

unbekannt
GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Bumerang
unbekannt
GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Zum Seitenanfang