Die Sixtinische Madonna

Raffael (1483-1520) | Maler
"Global statt lokal" – Wege der Bilder (siehe TOUREN): Die Sixtinische Madonna war ursprünglich im Auftrag Papst Julius‘ II. für den Hochaltar der Klosterkirche San Sisto in Piacenza (südöstlich von Mailand) geschaffen worden. 1754 konnte sie nach fast zwei Jahre andauernden, zähen Verhandlungen für die Dresdener Galerie erworben werden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das berühmte Gemälde von der Trophäenkommission der Roten Armee nach Moskau verbracht. 1956 kehrte die Sixtinische Madonna schließlich wieder in die Gemäldegalerie Alte Meister zurück.

Der geöffnete Vorhang gibt den Blick frei auf die Erscheinung der Heiligen in den Wolken. Maria trägt das Jesuskind aus den Weiten des Himmels zur Erde. In ihren ernsten Gesichtszügen spiegelt sich das Wissen um die kommende Passion Christi. Links kniet demutsvoll der heilige Sixtus, rechts ganz in sich gekehrt die heilige Barbara. Die beiden Heiligen werden am Hochaltar in San Sisto verehrt. Ganz am Ende des Malprozesses fügte Raffael die beiden Engelchen ein, die unten auf der Brüstung lümmeln.
Material und Technik
Abmessungen
269,5 x 201 cm
Datum
Inventarnummer
Gal.-Nr. 93
Reproduktionsrechte
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