Ganymed in den Fängen des Adlers

Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606-1669) - Maler
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
177 x 129 cm
Inventarnummer
Gal.-Nr. 1558
Der Sage nach verliebte sich Zeus in den schönen Knaben Ganymed und entführte ihn, die Gestalt eines Adlers annehmend, auf den Olymp. Rembrandt entwickelte für das mythologische Thema eine innovative und unkonventionelle Bildlösung, die durch besondere Dramatik und eine gewisse Heiterkeit gekennzeichnet ist: Seine Hauptfigur ist kein schöner Jüngling, sondern ein verängstigtes Kleinkind.
Mit dem drastischen Motiv des Wasserlassens verstößt Rembrandt gegen alle Regeln der klassischen Historienmalerei. Dabei scheint die realistische Darstellung des entsetzten Kindes, das Rembrandt in mehreren Zeichnungen vorbereitet hat, aus genauer Alltagsbeobachtung gewonnen zu sein.

According to legend, Zeus fell in love with the beautiful youth Ganymede and, assuming the form of an eagle, abducted him to Mount Olympus. Rembrandt developed an innovative and unconventional approach to this mythological theme, creating a painting that is characterised both by high-pitched drama and an element of wit: the main figure is not a beautiful youth but rather a terrified infant.
By showing the child urinating, Rembrandt violated all the conventions of classical history painting. However, the realistic representation of the fearful toddler, which Rembrandt prepared in a number of sketches, seems to be based on accurate observation in real life.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Bez. links in der Mitte: Rembrandt. fe 1635
Literatur
Caravaggio. Das Menschliche und das Göttliche, Ausst.-Kat. Dresden 2020, Gemäldegalerie Alte Meister, hg. von Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Stephan Koja und Iris Yvonne Wagner, Dresden 2020, Abb. S. 109

Rembrandt. Tizian. Bellotto. Geist und Glanz der Dresdner Gemäldegalerie, Ausst.-Kat. München, Groningen, Wien 2014/15, hg. von Bernhard Maaz, Ute Christina Koch für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Roger Diederen für die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München 2014, S. 152
Zugeordnete Objekte
A 23870 Der Raub des Ganymed (untergeordnet)
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