Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
Blattmaß: 34,8 x 24,6 cm; Bildmaß 29,3 x 21,1 cm
Inventarnummer
DG 8
Während seines Studiums an einer Düsseldorfer Kunstschule Anfang der 1920er Jahre verkehrte Gerd Arntz, als Sohn eines Eisenfabrikanten geboren, in revolutionären Kreisen und kam in Kontakt mit den damals neuen künstlerischen Strömungen, die ihn stark beeindruckten. Zunächst war für ihn der Holzschnitt das künstlerische Mittel der Wahl, in den 1930er Jahren wandte er sich dem Linolschnitt zu. Dieser ermöglichte ihm in seinen sozial-, gesellschafts- wie kapitalismuskritischen Grafiken ein noch klareres Abgrenzen der reduzierten Formen in ihrem Schwarz-Weiß-Kontrast. Die Klarheit seiner Bildsprache führte dazu, dass ihn der Wiener Sozialwissenschaftler und Philosophen Otto Neurath, als Gestalter am Wiener Museum für Gesellschaft und Wirtschaft anstellte. Arntz entwickelte Piktogramme und visuelle Zeichen und prägte mit seinem reduzierten Stil die von Neurath erarbeitete Bildstatistik nachhaltig. 1934 emigrierte Antz in die Niederlande, wo er sich in Den Haag niederließ. Zum Bestand des Archiv der Avantgarden zählen vier Linolschnitte von Arntz, die während seiner Wiener Zeit entstanden sind. In diesen setzt sich der Künstler kritisch mit den Reichstagswahlen 1932 auseinander und widmet sich Themen wie z. B. Kasernen- und Fabrikbesetzungen durch die Arbeiter. (Autorin: Karin Müller-Kelwing)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
u.l.; "FABRIKBESETZUNG (1-30)"; u.r. "Arntz '31"
mit blauer Farbe ganz o.r. "30", u.l. "als 23"
Schenkung von Egidio Marzona
Creditline
Archiv der Avantgarden – Egidio Marzona, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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