Abstraktes Bild (865-2)

Richter, Gerhard (1932-) - Künstler
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
200 x 200 cm
Inventarnummer
Leih-Nr. L 504
Die Anzahl Abstrakter Bilder im Werk Gerhard Richters steigt seit Mitte der 1980er Jahre mit dem Gebrauch der Rakel als Malmittel exponentiell an. Pinsel kommen meist nur noch am Anfang des Malprozesses zum Einsatz oder abschließend für kontrolliert eingesetzte Lineaturen. Zu Beginn trägt Richter mit Pinseln die Ölfarbe großflächig auf. Oft wählt er hierfür zwei oder drei Grundfarben. Über den diffusen Farbuntergrund trägt er anschließend die Ölfarbe mit unterschiedlich große Rakeln auf. Anders als beim Pinsel trägt eine Rakel die Ölfarbe nicht nur auf, sondern schiebt sie mit großem Druck über die bereits bestehenden Farbebenen, so dass sich noch feuchte Malschichten vermischen, angetrocknete partiell abgekratzt und durchgetrocknete überlagert werden. Die gerakelten "Farbteppiche" entwickelt der Künstler aus einer anfänglichen Idee heraus, die durch die zufälligen Strukturen der Rakel weiter geformt werden.
Ende der 1990er Jahre nutzt Richter die Rakel weniger zum Abkratzen, sondern mehr zum Abdecken ein. Auch setzt er die Rakel nicht mehr an einer beliebigen Stelle der Leinwand auf und ab, sondern zieht sie von oben nach untern oder von einer Seite zur anderen. Dadurch bestimmt die letzte Farbschicht den Gesamteindruck des sehr geschlossen wirkenden Bildes. Nur an wenigen aufgebrochenen Stellen treten untere Farbschichten hervor und offenbaren oft einen großen Detailreichtum. Richter vermeidet zudem starke Farbkonstraste. Zu dieser Bildgruppe gehört auch das Werk "Abstraktes Bild" (865-2) und das im gleichen Jahr entstandene "Abstrakte Bild" (868-2), welches sich ebenfalls im Albertinum befindet. (Text: Kerstin Küster 2020)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
865-2
Richter
2000
Creditline
Privatsammlung
Reproduktion
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