Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
250 x 200 cm
Inventarnummer
Leih-Nr. L 222
Selten äußert sich Gerhard Richter zu seinen Werken persönlich. In einem Interview aber ist es Jan Thorn-Prikker gelungen, dem Künstler eine eigene Beschreibung des Bildes "März" (807) zu entlocken: "Ich würde sagen, es ist ungefähr zweieinhalb Meter hoch und zwei Meter breit. Da ist die aufgetragene Farbe senkrecht abgekratzt. Ziemlich gleichmäßig wie ein Bretterzaun. Darunter sind eher waagerechte Pinselstriche, oder auch Spachtelzüge. Es hat rötliche und hellblaue Töne und dunklere lockere Pinselstriche, die darunter sind und zum Teil wieder abgeschabt sind. Und mit den Spuren von Weiß bekommt das Bild etwas Leichtes, wie ein chinesisches Tuschbild, so eine Leichtigkeit. Und die Reste von Schnee haben für mich was Optimistisches, wie Vorfrühling. Deshalb mag ich es." Befragt nach dem Titel des Bildes äußert sich Richter wie folgt: "Genau davon leben die "abstrakten" Bilder. Von dieser Mechanik, dass, wenn wir etwas wollen, wir es erkennen und benennen. und da einige Teile in dem Märzbild eine gewissen Ähnlichkeit mit wirklichen Ereignissen haben, entstehen Assoziationen." [Gerhard Richter im Interview mit Jan Thorn-Prikker, in: Gerhard Richter im Albertinum Dresden, Köln 2004, S. 87]
Das großformatige Gemälde "März" gehört zu den seit 1976 entstehenden Abstrakten Bilder und damit in die inzwischen umfangreichste Werkgruppe im Œuvre von Gerhard Richter. Ihre farbkräftigen gegenstandsfreien Kompositionen sind das methodische Gegenstück zu den frühen grauen fotografischen Bildern. Richter hat seine Erfahrungen mit den Abstrakten Bildern 1999 wie folgt umschrieben: „Ich bin zum Beispiel nicht in der Lage, ein Bild herzustellen, das so ähnlich ist wie das Bild X, das ich vor einem Jahr gemalt habe.“ Für seine Abstrakten Bilder bedeutet dies, dass ihre Gestaltung nicht nur das Ergebnis von Planung und Kalkül ist, sondern dass sie zu einem wesentlichen Grad auch von der jeweiligen Befindlichkeit und Lebenssituation determiniert sind. (Text: Dietmar Elger 2010)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
rückseitig
807
Richter
1994
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