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Chinesischer Drachen in Form einer grünen Zikade. Das chinesische Drachenfliegen ist mehr als 2000 Jahre alt ist. Die ersten Drachen bestanden aus Holz und wurden vor Allem für militärische Zwecke genutzt, etwa um Längen zu messen oder die Position des Feindes zu erkunden. Später etablierte sich das Drachenfliegen nach und nach als Freizeitbeschäftigung der kaiserlichen Familie und der Aristokraten, um sich anschließend mit einer Verbilligung der Materialien auch im Rest der Bevölkerung zu verbreiten. Zur Zeit der Han-Dynastie (25 v.Chr. -206 n.Chr.) wurde auch das Papier erfunden, das die sehr viel teurere Seide ersetzte, so dass die Drachen als Papierdrachen bekannt wurden. Die Drachen werden oft bunt bemalt und stellen glücks- und segensbringende Figuren aus dem chinesischen Mythenpantheon dar. Dabei können Menschen (etwa Kaiser oder historische Figuren) oder Tiere/Kreaturen (Phönixe, Libellen, chinesische Drachen) abgebildet sein, die meist eine starke Symbolik beinhalten. Das Drachensteigen hat in weiten Teilen Asiens einen hohen Stellenwert als Bestandteil von religiösen und kulturellen Festen, als Segenswunsch oder Neujahrstradition. Es vertreibt demnach böse Geister und soll vor Unheil schützen. Zikaden nehmen in China einen hohen Status ein. Sie verkörpern Unsterblichkeit, Auferstehung und das Leben nach dem Tod, da neugeschlüpfte Larven von Ästen herunterfallen, sich im Boden eingraben und erst nach bis zu 17 Jahren wieder hervorkommen können. Zusätzlich werden ihnen die Eigenschaften Reinheit und Bescheidenheit zugeschrieben. Als Zentrum des chinesischen Drachenbaus gilt Weifang, eine Stadt an der Ostküste Chinas. Traditionelle chinesische Papierdrachen werden aus Bambus und Seide oder Papier hergestellt. (VMH, Johanna Funke, 21.05.2020)
Kultureller Kontext
Chinesen (Herstellung)
Reproduktion
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