Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer 79680
Abmessungen
16,5 x 16 x 5 cm, Länge des Bandes: 58 cm
Inventarnummer
79680
Das chinesische Drachenfliegen ist mehr als 2000 Jahre alt ist. Die ersten Drachen bestanden aus Holz und wurden vor Allem für militärische Zwecke genutzt, etwa um Längen zu messen oder die Position des Feindes zu erkunden. Später etablierte sich das Drachenfliegen nach und nach als Freizeitbeschäftigung der kaiserlichen Familie und der Aristokraten, um sich anschließend mit einer Verbilligung der Materialien auch im Rest der Bevölkerung zu verbreiten. Zur Zeit der Han-Dynastie (25 v.Chr. -206 n.Chr.) wurde auch das Papier erfunden, das die sehr viel teurere Seide ersetzte, so dass die Drachen als Papierdrachen bekannt wurden. Die Drachen werden oft bunt bemalt und stellen glücks- und segensbringende Figuren aus dem chinesischen Mythenpantheon dar. Dabei können Menschen (etwa Kaiser oder historische Figuren) oder Tiere/Kreaturen (Phönixe, Libellen, chinesische Drachen) abgebildet sein, die meist eine starke Symbolik beinhalten. Frösche stehen für Fruchtbarkeit und gelten als Mondtiere. Sie bringen Feuchtigkeit und Regen. Die dreibeinige Kröte repräsentiert den Mond mit seinen drei Phasen: die Zeiten von Saat, Ernte und Unfruchtbarkeit, oder: Geburt, Wachstum und Tod. Während der Mondfinsternis verschlingt sie den Mond und spuckt ihn später wieder aus. Dieser immer wiederkehrende Vorgang steht für die Erneuerung des Lebens und Langlebigkeit. In der taoistischen Tradition ist Liu Hai ein Unsterblicher, der meist als Jugendlicher mit Zöpfen dargestellt wird. Eine der bekanntesten Darstellungen zeigt ihn mit einer dreibeinigen Kröte und einer Kette mit Geldstücken in der Hand. Der Überlieferung nach hatte er eine Mondkröte zum Begleiter, die in der Lage war, Geld zu spucken. Das Muster der Krötenhaut ähnelte den alten chinesischen Münzen. Auch deshalb wird die dreibeinige Mondkröte als Bringer von materiellem Wohlstand angesehen; eine Rolle, die auch Liu Hai als ein Gott des Reichtums übernimmt. (JF/BS)
Kultureller Kontext
Chinesen (Herstellung)
Reproduktion
Wenn Sie Abbildungen dieses Objektes nutzen möchten, nehmen Sie bitte hier mit uns Kontakt auf. Auch Objekte, die aus ethischen Gründen ausgeblendet sind, können bei begründetem Interesse mit diesem Formular angefragt werden.
Feedback
Wenn Sie zusätzliche Informationen zu diesem Objekt haben oder einen Fehler entdeckt haben, dann schreiben Sie uns: Anmerkung verfassen
Weitere Objekte, die Sie interessieren könnten, aus den Rubriken:
Spielzeug

Schamschurz

uns nicht bekannt
Völkerkundemuseum Herrnhut
Weitere interessante Objekte
Schamschurz
uns nicht bekannt
Völkerkundemuseum Herrnhut
Völkerkundemuseum Herrnhut

Spielzeug: Geflecht (talappa)

uns nicht bekannt
Museum für Völkerkunde Dresden
Weitere interessante Objekte
Spielzeug: Geflecht (talappa)
uns nicht bekannt
Museum für Völkerkunde Dresden
uns nicht bekannt

Hocker

uns nicht bekannt
GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Weitere interessante Objekte
Hocker
uns nicht bekannt
GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Zum Seitenanfang