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Polizeistation, Vigan - Fotoalbum "Nord-Luzon Typen", S. 37 (Foto oben)

Schadenberg, Alexander (1852-1896) - Fotograf Schadenberg, Alexander (1852-1896) - Sammler
Material und Technik
Abmessungen
13 x 18 cm, Seite: 31,6 x 25 cm
Inventarnummer
F 2015-6/2.54
Alexander Schadenberg war ein promovierter Chemiker und Pharmazeut, der seit 1876 überwiegend auf den Philippinen lebte. Zunächst für ein großes Pharmazieunternehmen tätig, arbeitete er ab 1881 als selbständiger Apotheker in Vigan in Luzon, der Hauptinsel. Daneben betätigte er sich als Ethnograf, der in zahlreichen Expeditionen den philippinischen Archipel und seine Kulturen erkundete. 1881/82 hielt er sich auf der Insel Mindanao auf. In der zweiten Hälfte der 1880er Jahre reiste Schadenberg vor allem in der Cordillera Central im Norden der Insel Luzon. 1894/95 richteten sich seine Interessen nach Mindoro.
Auf seinen Reisen wie auch im Alltag betätigte sich Schadenberg als Fotograf. Rund 400 seiner Aufnahmen, meist in Luzon entstanden, kamen als Geschenk der Witwe, Anna Schadenberg-Händler, an das Dresdner Museum. Der Großteil davon ist als Albuminpapierabzüge in drei Fotoalben eingeklebt. Daneben sind mehrere Einzelfotografien sowie zahlreiche Negative überliefert. In den Fotoalben finden sich zahlreiche jener Aufnahmen, die Adolf Bernhard Meyer für die Bände 2 und 3 der Reihe „Album von Philippinen-Typen“ verwendet hatte. Die Fotoalben aus dem Nachlass spiegeln Schadenbergs wissenschaftliches Interesse in der privaten Verwendung rund der Hälfte ebendieser Fotografien ethnografisch-dokumentierenden Anspruchs wider, doch ist ihr Narrativ ein anderes. Die Bilder sind eingebunden in einen visuellen Abriss seines privaten Lebens in Luzon, das seine privilegierte Position zeigt: Porträts der Familie mit Bediensteten, Ausflüge mit anderen Europäern, idyllische Landschaften und die koloniale Architektur von Manila und Vigan. Schadenbergs Aufnahmen zählen zu den ersten fotografischen Dokumentationen der Region. Obgleich ihnen eine subjektive, zeitgebundene und aus heutiger Sicht mitunter ethisch problematische Sichtweise eingeschrieben ist, stellen die überlieferten Fotografien wichtiges Material für die aktuelle Forschung in den Philippinen selbst dar.
Creditline
Museum für Völkerkunde Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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