Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer Gal.-Nr. P 24

Die Tänzerin Barbara Campanini, genannt Barbarina (1721-1799)

Carriera, Rosalba (1673-1757) - Maler Campanini, Barberina (1721-1799) - Dargestellte Person
Ort, Datierung
Abmessungen
56,5 x 46,5 cm
Inventarnummer
Gal.-Nr. P 24
Mit dem Bildnis der Barbara Campanini stand Rosalba Carriera auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Sie hielt die junge Tänzerin in einer anmutigen Pose im Bild fest. Ihr blaues Kleid ist an den Ärmeln mit Spitze, im Miederkorsett der französischen Mode nach mit hellen Schleifen besetzt. Ihr offenes dunkles Haar, der Blumen- und Perlenschmuck betont ihre grazile Erscheinung. Ungewöhnlich für Carriera ist die Darstellung der schlanken Taille, der ausgreifenden Arme und das zwischen ihren Händen fließende Tuch, womit sie Campanini in Bewegung versetzte: Sie scheint durch das Bild zu schweben. Wäre es kein Porträt, könnte man in ihr eine Allegorie des Tanzes sehen. Ihr leichtes Lächeln verrät, dass sie sich den Ovationen nach ihrer Darbietung wohlbewusst ist.
Die „Barbarina“ genannte Tänzerin war der gefeierte Star auf den Bühnen Europas. Sie debütierte 1739 an der Pariser Oper, was der Beginn ihrer internationalen Karriere war. Nach Auftritten in London erwartete sie der preußische König Friedrich II. in Berlin, sie reiste 1743 jedoch mit ihrem Liebhaber James Stuart Mackenzie nach Venedig, um dort zu heiraten. Dies entfachte einen Skandal bis in die höchsten politischen Ebenen mehrerer Länder. Im Mai 1744 schließlich stand sie in der Königlichen Oper (heute Staatsoper Unter den Linden). Ein Jahr später schuf der preußische Hofmaler Antoine Pesne mehrere Bildnisse Barbarinas, darunter das lebensgroße Gemälde, das sie tanzend als Bacchantin zeigt (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Inv.-Nr. GK 2638).
Rückseite Kassette Dreikönigenzettel (Typ 1b m T).
Rosalba Carriera. Perfektion in Pastell, Ausst.-Kat. Dresden 2023, Gemäldegalerie Alte Meister, hg. von Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Roland Enke und Stephan Koja, Dresden 2023, S. 139

»Das schönste Pastell, das man je gesehen hat.« Das Schokoladenmädchen von Jean-Étienne Liotard, Ausst.-Kat. Dresden 2018, Gemäldegalerie Alte Meister, hg. von Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Roland Enke und Stephan Koja, Dresden 2018, S. 224
Reproduktion
Wenn Sie Abbildungen dieses Objektes nutzen möchten, nehmen Sie bitte hier mit uns Kontakt auf. Auch Objekte, die aus ethischen Gründen ausgeblendet sind, können bei begründetem Interesse mit diesem Formular angefragt werden.
Feedback
Wenn Sie zusätzliche Informationen zu diesem Objekt haben oder einen Fehler entdeckt haben, dann schreiben Sie uns: Anmerkung verfassen
Weitere Objekte, die Sie interessieren könnten, aus den Rubriken:
Pastell

Marientriptychon mit der heiligen Magdalena und der heiligen Katharina

Meister der Brügger Ursula-Legende
Gemäldegalerie Alte Meister
Weitere interessante Objekte
Marientriptychon mit der heiligen Magdalena und der heiligen Katharina
Meister der Brügger Ursula-Legende
Gemäldegalerie Alte Meister
Gemäldegalerie Alte Meister

Eine Dame in weißem Gewand mit rotem Band im Haar

Carriera, Rosalba
Gemäldegalerie Alte Meister
Weitere interessante Objekte
Eine Dame in weißem Gewand mit rotem Band im Haar
Carriera, Rosalba
Gemäldegalerie Alte Meister
Carriera, Rosalba

Die Liebe an der Brust der Gerechtigkeit

Carriera, Rosalba
Gemäldegalerie Alte Meister
Weitere interessante Objekte
Die Liebe an der Brust der Gerechtigkeit
Carriera, Rosalba
Gemäldegalerie Alte Meister
Zum Seitenanfang