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Schenkung Lothar Killmer – Elsbeth-Killmer-Stiftung. Elsbeth Killmer (1890-1957) war eine von nur wenigen Leiterinnen künstlerischer Puppenbühnen in den dreißiger und vierziger Jahren. Als Tochter eines Goldschmieds in Hanau war sie in gutbürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen und hatte eine künstlerische Ausbildung erhalten. Durch Krieg und Inflation ging das elterliche Vermögen aber verloren. 1919 bekam sie einen unehelichen Sohn. Seit 1921 betrieb sie in Frankfurt am Main eine kunstgewerbliche Werkstatt, in der sie u. a. Spielzeug und Puppen fertigte. 1925 zog sie nach Berlin, wo sie neben kunstgewerblicher Produktion Gemälde und Skulpturen schuf. Sie verfasste auch Gedichte und Kurzgeschichten und leitete zeitweise die Redaktion der wichtigsten Zeitschrift für lesbische Frauen, „Freundin“. Ab etwa 1934 war sie, um weiterhin ihren Beruf ausüben zu können, Mitglied der Reichskulturkammer, zunächst in der Reichsschrifttumkammer, dann in der Reichskammer der bildenden Künste. Daneben erhielt sie um 1935 von der Reichstheaterkammer die Erlaubnis zum Betrieb einer professionellen Puppenbühne. Ihr Sohn Lothar Killmer (1919-2000) wurde 1939 als Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe verhaftet und kam zunächst ins Zuchthaus, später in ein Konzentrationslager. Im Verlauf des Krieges zog Elsbeth Killmer ins Allgäu, wo sie sich als Englischlehrerin und Puppenspielerin durchschlug. 1945 ging sie zu ihrem Sohn nach Dresden, 1950 folgte sie ihm nach Berlin. Ihre Handpuppen holte sie nur noch gelegentlich hervor, um die Kinder der Nachbarschaft zu erfreuen.
Creditline
Puppentheatersammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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