Figuren-Automatenuhr "Trommelnder Bär"

unbekannt - Hersteller
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts gehörten Figurenautomaten, die außerordentlich komplexe Bewegungen ausführen konnten, zu den großen Attraktionen. Sie zeigen auf höchst unterhaltsame Art und Weise, zu welchen Leistungen die Mechanik imstande ist. Der trommelnde Bär mit seinem echten Fell kommt dem Ideal, nämlich ein möglichst getreues Abbild der Natur zu schaffen, sehr nahe. Die Erfindung der Aufzugsfeder ermöglichte nicht nur die Konstruktion einer kompakten Kraftquelle für Uhren, sondern auch für Automaten. Der Bär birgt in seinem Innern ein Gehwerk und ein Schlagwerk. Solange das Gehwerk tickt, rollt er mit seinen Augen. Diese sind über ein Hebelwerk mit der Unrast verbunden. Darüber hinaus dient dieser Bär auch als Wecker, der mit der silbernen Scheibe im Zentrum des Zifferblattes vor der Brust gestellt wird. Zur vorgesehenen Weckzeit beginnt der Bär zu trommeln und sein Maul zu bewegen. Der Automat war ein Geschenk von Herzog Julius Heinrich zu Sachsen (1586−1665) an Kurfürst Johann Georg I. (1585−1656). Er ist weltweit einer der letzten erhaltenen Automaten der Zeit um 1600 mit einem echten Fell. (Peter Plaßmeyer)
Creditline
Mathematisch-Physikalischer Salon, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
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