Ort, Datierung
Abmessungen
Nocturnal: Höhe = 0,7 cm; Breite = 5,5 cm; Tiefe = 11,6 cm; Gewicht = 109 g
Inventarnummer
D I 144
Kreative Uhrmacher suchten auch nach Lösungen, bei Nacht die Uhrzeit zu ermitteln. Die Nutzung des Mondschattens hierfür wurde bereits erwähnt. Weit verbreitet und nicht zuletzt in der Seefahrt eingesetzt waren Sternuhren, sogenannte Nokturnale (vgl. Inv.-Nr. D I 1). Sie nutzten den Umstand, dass der Sternenhimmel Nacht für Nacht um den Polarstern zu kreisen scheint, und zwar einmal in 23 Stunden und 56 Minuten. Die Sterne sind also etwas schneller unterwegs, als die Sonne − vermeintlich − um die Erde kreist. Die Differenz beträgt in etwa eine Himmelsrotation zusätzlich im Jahr, was dem Verhältnis von 365 (Sonne) zu 366 (Sterne) entspricht. Um diese Differenz zu berücksichtigen, wird der Stundenring auf das Tagesdatum eingestellt. Nun konnte man über das Loch in der Mitte den Polarstern anpeilen und den Zeiger (auch Regel genannt) so lange bewegen, bis er auf den letzten beiden Sternen des großen Wagens aufliegt. Die Zeit kann jetzt an der Schnittstelle des Zeigers mit dem Stundenring ertastet werden. (Peter Plaßmeyer)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Signatur: "J. M. Hager Braunschweig"
Reproduktion
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