Das Skelett entspricht in seiner außergewöhnlichen anatomischen Genauigkeit dem eines etwa 13 -jährigen Jungen, wie Prüfungen aus medizinischer Sicht bestätigt haben. Zugleich dient das Skelett als Memento-Mori-Darstellung, denn auf dem Spiegel ist eine lateinische Inschrift zu lesen, die übersetzt lautet: „Nimm in diesem Spiegel den Tod in Augenschein“. Der Spiegel wurde durch massive Schraubverbindungen exakt fixiert, so dass der Kopf des Skeletts tatsächlich als Totenschädel im Spiegel erscheint und mit der Inschrift einen ikonografisch klar definierten Sinn ergibt. Lücke hatte eine besondere Affinität zur Darstellung anatomischer Modelle und Anomalien entwickelt. Im Naturalienkabinett der Kunstkammer gab es von Lücke bereits 1732 die Skulptur einer bärtigen Jungfrau (aus Holz und Elfenbein) und 1748 zwei aus Holz geschnitzte Kinder, mit zusammen gewachsenen Köpfen. Ebenfalls in der Brühlschen Sammlung befanden sich die aus Elfenbein geschnittenen, zusammengewachsenen Zwillinge, die in einem hölzernen Kasten auf rotem Samt gebettet wurden (Inv.-Nr. II 120). (JK)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
signiert und datiert auf dem Mittelfußknochn des Rechten Fußes: I. C. L. Lücke DRESDE.1743
Reproduktion
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