Reliefierte Ofenkachel

Säulenarchitektur mit Rundbogen und Blattornamenten in einem beinahe quadratischen Rahmen. Unter dem Bogenfeld Darstellung des letzten Abendmahls. Als Vorlage für das ursprüngliche Model dienten Dürers Holzschnitte zum Abendmahl aus der Großen und Kleinen Passion. Die Kachel steht gemeinsam mit den beiden Kacheln (Inv. Nr. 1749 und 10770) im Zusammenhang mit einer Töpferwerkstatt aus der Reformationszeit, die 1558 in der Sakristei des Halberstädter Doms einen Ofen errichtete. In ganz ähnlicher Weise waren an diesem Ofen (Kriegsverrlust 1945) polchrome Reliefkacheln mit neutestamentarischen Szenen nach graphischen Vorlagen des 16. Jahrhunderts montiert. Im Dresdner Kunstgewerbemuseum befinden sich weitere Kacheln aus der "Werkstatt des Halberstädter Ofens", unter anderem mit Darstellungen der Gefangennahme Christi (Inv. Nr. 583), des Heiligen Simon (Inv. Nr. 10767), des Heiligen Thomas (Inv. Nr. 584). Eine Kachel aus dieser Reihe zeigt das sächsische Wappen, das sowohl von Friedrich dem Weisen als auch von dessen Bruder, dem Bischof Ernst von Halberstadt, gführt wurde (Inv. Nr. 585).
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Unsigniert.
Reproduktion
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