Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer Gal.-Nr. 2087

Reiterrast vor einer Hütte in Ruinen

Querfurt, August (1696-1761) - Maler
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
32 x 42,5 cm
Inventarnummer
Gal.-Nr. 2087
Der 1696 in Wolfenbüttel geborene August Querfurt hatte sich als Maler von Pferden, Genre- und Jagdszenen sowie Schlachtenbildern einen Namen gemacht. Wohl in den 1740-er Jahren hielt er sich in Wien auf, wo er mit dem sächsischen Legationsrat und späteren Generaldirektor der sächsischen Kunstsammlungen, Christian Ludwig von Hagedorn, in Kontakt kam. Dieser veröffentlichte 1755 erste Beschreibungen von Querfurts Werken. Auf dieser kleinen Kupfertafel zeigt Querfurt die Rast eines Reiterpaares in bewegter Landschaft vor einer einfachen Bauernhütte. Während der Mann noch seine Schuhe schnürt, sitzt die Frau im Damensattel bereit zum Aufbruch. Zwei Jäger mit Musketen begleiten das elegant gekleidete Paar zu Fuß. Das Bild zeigt die Beschwerlichkeiten des Reisens zu dieser Zeit und lässt auch die Gefahren erahnen, die von der wilden Natur, aber auch von Wegelagerern ausgehen könnten.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Bez. unten links: AQ-
Kunstbesitz. Kunstverlust. Objekte und ihre Herkunft, Ausst.-Kat. Dresden 2018, hg. von Staatliche Kunstsammlungen Dresden und Abteilung Forschung und wissenschaftliche Kooperation und Daphne Projekt, Dresden 2018, S. 73

Hans Ebert: Kriegsverluste der Dresdener Gemäldegalerie. Vernichtete und vermißte Werke, Dresden 1963, S. 132f

Hans Posse unter Beteiligung von K. W. Jähnig und K. Steinweg: Die Staatliche Gemäldegalerie zu Dresden - Katalog der Alten Meister, Dresden 1930, S. 164

1741 von Hermann Carl von Keyserlingk für Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen erworben; im Zweiten Weltkrieg auf Schloss Weesenstein (bei Pirna) ausgelagert; nach Kriegsende verschollen; Einlieferung beim Kunstauktionshaus Christie's Amsterdam; 2017 Rückkehr in die Gemäldegalerie durch gütliche Einigung

Querfurts Gemälde gelangte 1741 aus der Sammlung des russischen Gesandten am sächsischen Hof, Hermann Carl von Keyserlingk, in den Bestand der Galerie. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gemälde auf das gut 20 Kilometer von Dresden entfernte Schloss Weesenstein ausgelagert. Nach 1945 verliert sich die Spur des Bildes. Die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erworbenen Gemälde wurden in der Regel mit einer Inventarnummer auf der Bildvorderseite versehen. So war August Querfurts „Reiterrast“ anhand der Nummer „2748“ am unteren rechten Bildrand im Dresdener Gemäldeinventar „vor 1741" eindeutig identifizierbar, als es auf dem Kunstmarkt auftauchte, und konnte 2017 zurückgewonnen werden.

Creditline
Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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