Hose / Jagdkleid bestehend aus Koller und Hose des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen

Das grün-silbern bestickte „weiße“ Lederkostüm wurde als Neuanfertigung für Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen am 19. Mai 1615 in das Zugangsverzeichnis der Kurfürstlichen Schneiderei aufgenommen. Damals gehörten zu dem mit Koller und Hose überlieferten Anzug noch zwei verschiedene grün-weiße/silberne Wämser, ein Paar weiße Lederstrümpfe, zwei Paar grüne und zwei Paar weiße Seidenstrümpfe, ein Paar Lederhandschuhe und ein Gürtel mit Wehrgehänge von Leder. Die ästhetisch aufeinander abgestimmten Kombinationsmöglichkeiten verdeutlichen die mehrfache Nutzung. Grüne Mäntel und Röcke werden an anderer Stelle erwähnt. Material und Farbe stellen das Kleid in unterschiedliche, mehr oder weniger festliche Jagdereignisse. Die Streifenhose erscheint hier in ihrer letzten Ausprägung: weit ausgestellt und mit deutlicher Kante, als wäre eine Scheibe eingelegt. Sie wird gebildet durch Umschlagen und festes Vernähen der überlappend zusammengelegten Lederstreifen. Die durch die Lederhose durchscheinende Unterzugshose besteht aus besonders exklusivem grün-silbern gestreiften Seidenatlas.
Museum
Abmessungen
Hose Länge ca. 48 cm Bundweite 102 cm Gesäßnaht 53 cm Streifenlänge 59-61 cm Streifenbreite 5-5,5 cm Gewicht 3,400 kg
Inventarnummer
i. 0016.02
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