Schale

Ort, Datierung
China, Jingdezhen, Qing-Zeit (1644 - 1911), Ära Kangxi (1662 - 1722), um 1700
Abmessungen
H. 6,9 cm, D. 39 cm, D. Fuß: 22,7 cm
Inventarnummer
PO 3034
Den malerischen Dekor dieser flachen Schale bilden zwei Eisvögel auf einem Lotosteich. Möglicherweise diente ein Farbholzschnitt als Vorlage. Aus der in ungewöhnlicher Manier durch leichte hellgraue Lavierung und diffus hellblaue Blasen angedeuteten Wasserfläche erwächst eine prächtig erblühte Lotosblüte in hellem Rosa; die Spitzen der Blütenblatter sind in dunklerem Rot schattiert, die Rückseiten preziös mit Gold gehöht; deutlich sichtbar ist der charakteristische Blütenstand. Hinter der Lotosblüte entfaltet sich ein großes Blatt in kräftigem Grün, auf dem eine Heuschrecke sitzt. Im Vordergrund sind junge, noch nicht voll entfaltete Blätter in leuchtendem Türkisgrün zu erkennen, sowie ein bereits umgesunkenes, altes Blatt mit ausgefransten Rändern in dumpfem Grün. Den malerischen Charakter des Dekors verstärken noch die beiden mit feinsten Pinselstrichen gemalten Eisvögel auf einem Schilfzweig, der diagonal in die Bildfläche ragt. Ähnlich wie in der Malerei oder auch auf Farbholzschnitten ist auf der linken, frei belassenen Fläche des Fonds ein kleines rotes Siegel aufgebracht. Die beiden Zeichen lin ju, „Im Walde wohnen“, in Siegelschrift bilden einen typischen chinesischen Künstlernamen. Der Dekor entspricht dem besonders seit der Song-Zeit (960 - 1279) gepflegten Genre der „Blumen- und Vogelmalerei“. Den Fond der Schale umgibt ein kräftiges blaues Band, welches mit den Grüntönen der Malerei einen interessanten Kontrast bildet; der Rand ist mit einer Bordüre von winzigen gemalten Blüten, einem blühenden Prunuszweig, Päonien und Chrysanthemen auf fein gepunktetem hellgrünen Grund in differenzierter Farbigkeit geschmückt. Die Schale stellt einen technischen und künstlerischen Höhepunkt des malerischen Stils von Dekoren der „familie verte“ dar. (Aus: La maladie de porcelaine, Ostasiatisches Porzellan aus der Sammlung August des Starken, Leipzig 2001, S. 72)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Meeresschnecke in Doppelkreis in Unterglasurkobaltblau
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