Schale

Abmessungen
H. 21 cm, D. 43,7 cm, D. Fuß: 17,8 cm
Inventarnummer
PO 978
Mit der Bezeichnung „Kakiemon“ wird eine Gruppe japanischen Porzellans zusammengefasst, das sich durch eine Bemalung in klaren, transparenten Aufglasurfarben auf einem „milch-weißen“, jap. nigoshide genannten, makellosen Scherben auszeichnet. Nach einer Legende soll Sakaida Kakiemon, dessen Nachfahren noch heute als Töpfer tätig sind, Anfang des 17. Jahrhunderts diese Technik von einem chinesischen Töpfer in Nagasaki erlernt haben. In Aufglasurfarben bemaltes Porzellan entstand in Japan bereits um die Mitte des 17. Jahrhunderts; die Herausbildung des Kakiemon-Stils erfolgte jedoch erst in den 70er Jahren, als in den Öfen von Nangawara bei Arita mit der Produktion begonnen wurde. Doch wurde, wie die Ausgrabungen der letzten Jahrzehnte zeigen, Porzellan mit dem für Kakiemon typischen nigoshide-Scherben und Stil der Bemalung auch in anderen Öfen wie Otaru hergestellt. Kakiemon-Porzellan wurde in großer Zahl nach Europa exportiert. Es wurde dort sehr geschätzt und war im Vergleich zu Blau-Weiß-Porzellan äußerst kostspielig.
Die große Schüssel ist auf der Außenwandung mit einem geometrischen shippou-Muster in dunklem Eisenrot bemalt. Aus diesem Muster sind drei mit einem hellblauen Band gerahmte Reserven ausgespart. Diese sind jeweils gefüllt mit aus Felsen wachsenden Kiefern, Bambus und Prunus, den „Drei Freunden des Winters“ (jap. shou-chiku-bai), den glückverheißenden Symbolen für moralische Standhaftigkeit und langes Leben. Im Inneren ist die Schüssel mit drei üppigen Bouquets von Päonien, Chrysanthemen und Glockenblumen bemalt. Mit einem Durchmesser von 43,7 cm ist sie die größte bekannte Kakiemon-Schüssel. Mehrere Klebungen wurden in Dresden nach japanischer Manier mit Gold überdeckt.

Aus: La maladie de porcelaine, Ostasiatisches Porzellan aus der Sammlung August des Starken, Leipzig 2001, S. 170
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