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Die Heilige Jungfrau mit dem Kinde

Correggio (um 1489-1534) Umkreis (?) - Hersteller
Abmessungen
134 x 108 mm (Blatt)
Inventarnummer
C 364
Schlagworte
Eine alte Aufschrift auf der Rückseite dieser Zeichnung verweist möglicherweise auf den aus Urbino gebürtigen Künstler Girolamo Genga. In der Mitte des 19. Jahrhunderts galt das Blatt als Werk der Schule von Leonardo da Vinci und wurde versuchsweise Gaudenzio Ferrari zugeschrieben. Unter dieser Einordnung befand sich das Werk über Jahrzehnte in der damaligen Dauerausstellung des Kupferstich-Kabinetts. Mit deren Ende stand eine Neubestimmung an, die bis heute nicht abgeschlossen ist. Wie Karl Woermann auf der Karteikarte protokollierte, erklärte Giovanni Morelli 1889 mündlich, dass er den Künstler erkenne. Er könne sich jedoch nicht an den Namen erinnern. Chris Fischer und Heiko Damm schlugen Boccaccio Boccaccino vor (mündlich, 2017). Dominique Cordellier erwog, ob es sich möglicherweise eher um ein Werk der Parmenser Schule aus dem Umkreis von Correggio handeln könne (Kommentar über die Online Collection, 2022). Stefano L’Occaso schloss sich dieser Einschätzung an. Stefan Albl und Francesco Grisolia dachten an Künstler wie Francesco Maria Rondani oder Michelangelo Anselmi, und Julien Abbadie erwog eine Zuschreibung an Bernardino Gatti detto il Sojaro (Emails, 2023). Marzia Faietti wiederum sah einen Künstler am Werk, der stilistisch zwischen Lombardei und Emilia angesiedelt ist (mündlich während eines digitalen Workshops, 2023). So bleibt die Frage der Lokalisierung vorerst weiterhin ungesichert.

(22.02./09.03.2022/03.02./12.03.2023, Gudula Metze)

In Bearbeitung im Rahmen des Katalogisierungsprojekts zu den italienischen Zeichnungen des 16. Jh. (zu den bisher in der Online Collection veröffentlichten Zeichnungen in Kartenansicht)
Im Studiensaal des Kupferstich-Kabinetts besteht die Möglichkeit, sich Werke aus dem Bestand der Sammlung vorlegen zu lassen. Einige besonders empfindliche Objekte können nur nach vorheriger Absprache und Genehmigung vorgelegt werden. Nähere Informationen erhalten Sie unter KK.Studiensaal@skd.Museum.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Recto unbezeichnet; Verso: oben links mit Feder in Braun schwer lesbare Aufschrift ("Gi. Genga"?), oben rechts mit Grafitstift "107.", unten links "C 364".
Ludwig Gruner: Verzeichniss der im Königlichen Museum zu Dresden aufgestellten Original-Zeichnungen Alter und Neuer Meister, Dresden 1862, S. 35, Tableau XXXVII (Lombardische Schulen), Nr. 7 ("Schule des Leonardo, wahrscheinlich Gaudenzio Ferrari. Die heilige Jungfrau mit dem Kind. Rothstein.")

Alter Bestand, seit 1865 in der Sammlung nachweisbar.

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