Es handelt sich vorwiegend um Kunstwerke, die in den letzten Kriegs- oder ersten Nachkriegstagen durch Diebstahl oder Plünderung aus den Auslagerungsdepots der SKD verschwunden sind, und um Objekte, welche direkt nach dem Zweiten Weltkrieg von der Roten Armee abtransportiert wurden. Diese Beutekunst wurde zum Großteil von der Sowjetunion 1955-1958 zurückgegeben, ein Teil befindet sich möglicherweise immer noch auf dem Gebiet der ehem. Sowjetunion. Dazu kommen (illegale) private Mitnahmen von Angehörigen der Roten Armee. Solche Stücke tauchen bis heute immer wieder auf dem Kunstmarkt auf; nach Möglichkeit bemühen sich die SKD um die Rückerlangung auf unterschiedlichen Wegen. Die Kriegsverluste der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sind außerdem unter www.lostart.de veröffentlicht. Als weiterer Verlustkontext sei die "entartete Kunst" genannt. Im Auftrag des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda wurden 1937 von der Reichskulturkammer Werke in den Museen beschlagnahmt und gelangten anschließend in den Verkauf, blieben im Besitz der beauftragten Kunsthändler oder wurden vernichtet. Dieser Kontext hat durch den "Schwabinger Bilderfund" oder "Fall Gurlitt" neue Aktualität erhalten.

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