Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen sich Künstler wie der Grafiker Ivo Puhonny in Baden-Baden, der Regisseur Paul Brann in München und der Architekt Carlo Böcklin in Florenz mit dem Puppentheater zu beschäftigen. Zwischen den beiden Weltkriegen entstanden zahlreiche Handpuppen- und Marionettenbühnen, die neue Inhalte und Gestaltungen in den Mittelpunkt ihres Wirkens stellten. Die Spannbreite bewegte sich dabei zwischen Kunsthandwerk und Experiment. Während die künstlerischen Marionettenbühnen hauptsächlich im Süden und Westen Deutschlands gegründet wurden – im mitteldeutschen Raum waren die traditionellen Marionettentheater vorherrschend –, entstanden in Berlin und vor allem in Sachsen künstlerisch-pädagogische Handpuppenbühnen. Die höchste Dichte herrschte im Dresdner Elbtal zwischen Radebeul und Hohnstein vor. Die bedeutendste dieser Bühne waren die Hohnsteiner Puppenspiele unter Leitung von Max Jacob.

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