Sammlungskonvolute

Viele unserer Objekte und Werke sind durch verschiedene Aspekte miteinander verbunden. Erkunden Sie hier einige unserer interessanten Konvolute.

Kunstbesitz. Kunstverlust

Eine Ausstellung zur Provenienzforschung an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigt an verschiedenen Stationen im Residenzschloss, der Porzellansammlung, der Gemäldegalerie Alte Meister und im Albertinum, auf welchen Wegen Kunstwerke ihren Besitzer wechselten und in die Dresdener Sammlungen gelangten oder auch verloren gingen. Die Objekte und ihre Geschichten sind eindrucksvolle Zeugnisse für die großen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts.

Kunstbesitz. Kunstverlust

Künstlerisches Puppentheater (erste Hälfte 20. Jahrhundert)

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen sich Künstler wie der Grafiker Ivo Puhonny in Baden-Baden, der Regisseur Paul Brann in München und der Architekt Carlo Böcklin in Florenz mit dem Puppentheater zu beschäftigen. Zwischen den beiden Weltkriegen entstanden zahlreiche Handpuppen- und Marionettenbühnen, die neue Inhalte und Gestaltungen in den Mittelpunkt ihres Wirkens stellten. Die Spannbreite bewegte sich dabei zwischen Kunsthandwerk und Experiment.

Künstlerisches Puppentheater

Druckgrafik – vervielfältigt und doch einmalig

Abdrucke von derselben Platte können sehr unterschiedlich aussehen. So spielt es eine Rolle, ob die verwendete Druckplatte gut erhalten oder abgenutzt war. Ebenso kennt man Drucke, die verschiedene Bearbeitungsstadien einer Platte wiedergeben. Besonderen Reiz besitzen Farbvarianten, etwa bei Clairobscur-Holzschnitten. Hercules Segers wiederum hat seine Radierungen oft von Hand überarbeitet und schuf auf diese Weise faszinierende Unikate.

Druckgrafik

Imari-Vasen Aufsatz

Die prachtvoll dekorierten Vasen im japanischen Imari-Stil bilden einen sogenannten Aufsatz. Mit Aufsatz werden in den Inventaren des 18 Jahrhunderts, Garnituren aus unterschiedlichen Gefäßtypen bezeichnet, meist jedoch aus drei Deckeltöpfen und zwei Stangenvasen bestehende, fünfteilige Sätze. Die großen Gefäße, die oft dekorativ spiegelsymmetrisch aufgestellt wurden, entsprachen damit in besonderer Weise dem Geschmack des Barock.

Imari-Vasen Aufsatz

Die Sammlung Rudolf Weigang

Die Eigentümer der Villa, Rudolf und Dorothea Weigang, flohen 1945 vor der sowjetischen Besatzungsmacht aus Dresden, wobei ein Gutteil der Einrichtung zurück blieb. Nachdem die Villa einige Zeit von Offizieren der Roten Armee bewohnt gewesen war, überwies die Dresdner Stadtverwaltung 1948 ein Konvolut von 48 Objekten, neben Gemälden auch Porzellane und Keramikkrüge, an die Staatlichen Kunstsammlungen.

Die Sammlung Rudolf Weigang in Dresden

Papierschnitte aus China

Papierschnitte sind in China lebendiger Ausdruck des volkskünstlerischen Schaffens, das sich seit den 50er Jahren des 20. Jh. zunehmender Beliebtheit erfreute und in dieser Zeit von einer weitgehend unbeachteten familiären Beschäftigung in den Rang eines anerkannten und geschätzten Zweiges des chinesischen Kunsthandwerkes aufstieg. Das Museum für Völkerkunde Dresden ist im Besitz einer ca. 400 Beispiele umfassenden Sammlung von Papierschnitten (sowohl Scherenschnitte als auch Messerschnitte), die zwischen 1955 und 1963 erworben und dokumentiert wurden. Die Kollektion gibt Aufschlüsse über inhaltlich-thematische, formal-ästhetische sowie soziologische Aspekte, aber auch über Autorenschaft und regionale Besonderheiten.

Papierschnitte aus China
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