Marx, Oskar

Ferdinand Oskar Marx (1862-1924) stammt ursprünglich aus Dresden. Von 1896 bis spätestens Juni 1898 war er Angestellter des deutschen kaiserlichen Post- und Telegrafendienstes und in der Kolonie zuständig für die Postagentur, den Telegrafen Lomé, das Telefon nach Aného [Klein-Popo], sowie wohl auch den Ausbau des Telegrafennetzes. Über seine Motivation sich zum Dienst in der Kolonie zu melden, kann lediglich spekuliert werden, da keine belastbaren Informationen vorliegen. Es ist lediglich nachweisbar, dass er sich aktiv für den Einsatz außerhalb des Kaiserreiches beworben hatte und sich deshalb extra im Telegrafen- und Fernsprechbau weiterbilden ließ.
Im Museum für Völkerkunde Dresden befinden sich momentan insgesamt 27 „Objekte“ aus dem Süden des heutigen Togo, wo seine Dienststellen waren, die 1939 von seiner Frau Elsa Marx aus seinem Nachlass an das Museum geschenkt wurden. Die Objekte, vor allem Alltagsobjekte und einige rituelle Objekte, die von der Küste Lomés und Anéhos bis Anfoin kommen und die ihm zugeschriebenen Fotografien legen nahe, dass er im Zusammenhang mit dem Bau der Telegrafenlinie in der Kolonie reiste und vor allem in Lomé Objekte auf einem Markt erwarb. Zahlreiche Marktfotos und der neuwertige Objektzustand weisen darauf hin.
Die Sammlung blieb zunächst 40 Jahre als private Erinnerungsstücke im Privatbesitz der Dresdner Familie und gelangte erst 13 Jahre nach dem Tod von Marx ins Museum.

Toni Hanel

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