Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer PE 3438
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
H. 16,2 cm, B. 30,2 cm, T. 15,7 cm
Inventarnummer
PE 3438
Die „Büßende Maria Magdalena“ und das Gegenstück, die Figur „Johannes der Täufer“, sind zwei der seltenen Beispiele, bei denen Gemälde bzw. Kupferstiche nach diesen, als Vorbilder für figürliches Porzellan dienten. Beide Gemälde von Pompeo Girolamo Batoni (1708-1787) hatte August III. vor 1754 erworben. Heute zählen sie zu den Kriegsverlusten der Gemäldegalerie Alte Meister Dresden.
Die heilige Maria Magdalena gehörte z den engsten Begleiterinnen Jesu Christi. Sie salbte ihm die Füße und trocknete sie mit ihrem langen Haar. Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts hatte sich der Bildtypus der büßenden und reuigen Sünderin etabliert. Nach einer Legende lebte sie zurückgezogen in einer Höhle. Im Gemälde wie auch in der Porzellanplastik ist sie mit einem Buch, wohl der Heiligen Schrift, und einem Totenkopf, der für die Endlichkeit des Lebens steht, dargestellt.
Jüchtzer hat die Figur sehr detailgenau, jedoch seitenverkehrt kopiert, was nahelegt, dass ihm eine grafische Vorlage zur Verfügung stand. Auf die Schilderung der Umgebung, so wie sie auf dem Gemälde dargestellt war, das gebauschte Tuch, auf dem Maria Magdalena ruht und die Höhle, verzichtet Jüchtzer gänzlich. Er übernimmt ausschließlich die liegende weibliche Figur mit Buch und Totenschädel und setzt die Plastik auf eine rechteckige Basis. Er überführt mit dieser Verknappung das barocke Bildmotiv in ein klassizistisches Bildwerk.
Es ist bemerkenswert, dass in einer Zeit der Antikebegeisterung, in der mythologische Gestalten und antike Götter thematisiert wurden, dieses christliche Thema aufgegriffen wurde. Da die Formen der Porzellanfigur auf Grund des häufigen Gebrauchs schon 1788 repariert werden mußten, spricht das für die Akzeptanz und Beliebtheit der Plastik. (A. Loesch, 2010)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Schwertermarke eingeritzt, Formen-Nr.: 37
Creditline
Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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