Grabmal der Eteoklea

Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
H: 88,5 cm, B: 48,5 cm, T: 13,5 cm
Inventarnummer
Hm 144
Das Grabmal zeigt einen sitzenden bärtigen Mann, der einer stehenden Frau die Hand reicht, sowie einen Unbärtigen, der seine Rechte auf die Schulter des Sitzenden gelegt hat. Für welche der drei Personen das Grabmal errichtet worden ist, bleibt zunächst unklar. Alle drei sind zwar durch Inschriften auf dem Architrav namentlich bezeichnet, es gibt aber keine Angabe, die über die Person des beziehungsweise der Verstorbenen, ihr Alter und ihr Todesjahr informieren würde. Da sich beide Männer der Frau, Eteoklea mit Namen, zuwenden, dürfte sie – wohl die Tochter des Sitzenden, Arkesilas – diejenige sein, der das Monument gilt. Der Gestus der Handreichung soll die über den Tod hinausreichende Verbundenheit zwischen Vater und Tochter zum Ausdruck bringen.
Der Stil, die Komposition und das verwendete Material – ein in unmittelbarer Nähe der Stadt Athen abgebauter Marmor – geben eindeutige Hinweise darauf, dass das Grabmal attischen Ursprungs ist und im 4. Jh. v. Chr. entweder in Athen selbst oder aber in Attika zur Aufstellung gelangt ist. Weiterführende Informationen zum Aufstellungsort dürfte der in Athen ansässige Antikenhändler, der das Grabmal durch die Vermittlung des aus Dresden stammenden Archäologen Paul Arndt an die Skulpturensammlung verkauft hat, mit in sein eigenes Grab genommen haben.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Namensinschriften auf der Architravleiste: Ἀρκεσί[λα]ς. Βρέτων. Ἐ[τ]εόκλεα.
Literatur
Melanie Augstein; Ines Beilke-Voigt; u.a.: Tod & Ritual. Kulturen von Abschied und Erinnerung,in: Ausstellungskataloge des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz, Band 1, Ausst.-Kat, hg. v. Jens Beutmann; Jasmin Kaiser; Gabriela Manschus; Sabine Wolfram, Chemnitz 2017, S. 24, Abb. 1

Jens M. Daehner, Kordelia Knoll, Joachim Raeder, Heike Richter, Friederike Sinn, Ulrich Sinn und Christiane Vorster (Bearb.): Katalog der antiken Bildwerke I. Skulpturen von der ägäischen Frühzeit bis zum Ende des Hellenismus Best.-Kat. Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Skulpturensammlung, unter Mitarbeit von Jaime Curbera, Rossane De Simone und Manfred Schmidt, Dresden 2017, Kat. 26, S. 156-161, Nr. Inv. Hm 144, Abb. 26,1-26,4 (Friederike Sinn, Jaime Curbera)
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