Umdeutung des Ares Typus Borghese als Silvanus

Der im 5. Jh. v. Chr. geschaffene Ares (Typus Borghese) war im späten Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit so berühmt, dass einige Bildhauerwerkstätten die Entscheidung getroffen haben, mit Hilfe von Gipsabgüssen des Originals nicht nur Kopien (in Marmor und Bronze) anzufertigen, sondern auch Bildwerke gänzlich anderen Inhalts, die ihrerseits nurmehr in den Haltungsmotiven und in der Körperbildung dem statuarischen Vorbild verpflichtet sind. Den Ares Typus Borghese (die namengebende Kopie befindet sich heute im Musée du Louvre) gibt es als Herakles, als Silvanus, als Asklepios und nicht zuletzt auch als Gruppenfigur (vgl. die Dresdner Replik Inv. Hm 091) sowie als Träger eines Porträtkopfes, etwa des Kaisers Hadrian (Rom, Museo Capitolino, Inv. 634).
Dietrich Boschung, Jens Daehner, Wilfred Geominy, Huberta Heres, Kordelia Knoll, Frank Martin, Stefanie Oehmke, Joachim Raeder, Stefan F. Schröder, Friederike Sinn und Christiane Vorster (Bearb.): Katalog der antiken Bildwerke II. Idealskulputur der römischen Kaiserzeit 1, Best.-Kat. Staatliche Kunstsammlung Dresden, Skulpturensammlung, Dresden 2011, Kat. 104, S. 489-492, Nr. Inv. Hm 320, Abb. 104,1-4 (Huberta Heres)
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