Flügelmaske

Die in ihrem Herkunftsgebiet auch olol genannte Maske repräsentiert vermutlich einen Verstorbenen. Darauf lassen die relativ fein durchgebildeten und im Vergleich zu anderen Masken weniger stereotypen Gesichtszüge schließen. Getragen wurde die Tanzmaske (neben anderen Maskentypen) anlässlich von malagan-Feierlichkeiten. Diese sind komplexe Toten- und Erinnerungsfeste, die den Mittelpunkt des zeremoniellen Lebens auf Neu-Irland darstellen. Sie finden erst geraume Zeit nach dem Ableben eines Menschen statt, da eine lange Vorbereitungszeit zum Herstellen der Bildwerke und zur Bereitstellung der Speisen nötig ist, die zur Feier benötigt werden. Die Masken stellen den Totengeist einer bestimmten Person dar und werden vor der Totenfeier geschnitzt, während des Festes von Tänzern getragen und anschließend in bestimmten Kulthütten für die nächste Feier aufbewahrt und zur Schau gestellt. Ein Teil der malagan-Feier ist der Initiation der Knaben gewidmet. Bei der Feier werden Beziehungen zwischen lebenden und verstorbenen Clanangehörigen geknüpft und die Gemeinschaft durch neue, mündig gewordene Mitglieder erweitert. (MVD, Petra Martin, 07.04.2016)
Abmessungen
44 x 48 x 29 cm
Datum
Neu Irland, Bismarck-Archipel, Papua Neuguinea, 19. Jh.
Inventarnummer
07173
Reproduktionsrechte
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