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Königspfeife (ki) mit Elefantendarstellung

uns nicht bekannt - Hersteller Speyer, Arthur (1894-1958) - Händler
Abmessungen
123 x 6 x 14 cm
Inventarnummer
47240
In den afrikanischen Fürstentümern des Kameruner Graslandes (Chefferien) kam es am Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer Blüte des skulpturalen Schaffens, das auch anthropomorph und zoomorph gestaltete Pfeifen einschloss.Die Darstellung eines Elefantenkopfes mit vier Stoßzähnen verweist auf königlichen Gebrauch. Die Symbolik steht im Bezug zu den Ursprüngen der Gemeinschaft, ihrer Ordnung und Werte. Die Darstellung des Elefanten stehen für Kraft und Vitalität und ist eines der Königstiere im Kameruner Grasland. In Messing gegossen, waren solch kunstvolle Pfeifen bis um die Jahrhundertwende dem Fon, dem Herrscher, vorbehalten und dienten zumeist nur dem Repräsentieren. Es gab im Grasland spezialisierte Zentren des Messinggusses besonders in der Fumban-Region in Bamum. Von hier aus wurden diese Luxusgüter in viele Grasland-Fürstentümer verhandelt. Als begehrte Souvenirkunst für die zahlreichen Europäer während der Kolonialzeit erlebte die Pfeifenproduktion in der ersten Hälfte des 20. Jh. auch mit königlicher Symbolik einen großen Aufschwung.

(MVD, Silvia Dolz)
Kultureller Kontext
Bamum (Sammelereignis)
Bernd Arnold; Alfred Feiler: TierPlastik aus Afrika, Dresden 1995, Seite 56, Abb. 67 (farbig)

Bernd Arnold; Sieglinde Weidel: Kamerun : Die höfische Kunst des Graslandes; aus dem Staatlichen Museum für Völkerkunde Dresden, leipzig 1980, Seite 36, Abb. Taf. 27 (schwarz-weiss)
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