Pokal

Abmessungen
H. 21,4 cm, Dm. Mündung 8,6 cm, Dm. Fuß 10,5 cm
Inventarnummer
36327
Am geschliffenen Abriss geschnittene Marke: steigender Löwe [für Lauenstein] über einem "C" [für "Cristallglas"]. -
Provenienz: Der Familie des Bankiers und Sammlers Gustav von Klemperer (1852-1926) und seines Sohnes Victor (1876-1943) - nicht zu verwechseln mit dem Schriftsteller Victor Klemperer (1881-1960) - gelang nach der Reichspogromnacht am 09.11.1938 gerade noch rechtzeitig die Flucht aus Dresden, sie musste aber ihr gesamtes Eigentum zurücklassen. Das komplette Inventar ihrer Villa wurde beschlagnahmt und auf verschiedene Museen verteilt. Die im April, Mai und Juli 1943 dem Kunstgewerbemuseum überwiesenen Objekte der Sammlung wurden sofort inventarisiert und zum Schutz vor Kriegseinwirkungen zusammen mit den Museumsbeständen ausgelagert. Über die Hälfte der beschlagnahmten Stücke ist als Kriegsverlust an den Auslagerungsorten zu betrachten. An eine Restitution der erhaltenen Kunstwerke war vor 1989 nicht zu denken, im Februar 1991 wurden die im Museum noch vorhandenen Stücke an die Erben der Alteigentümer zurückgegeben. Zusammen mit den Rückgaben der Sächsischen Landesbibliothek (heute SLUB) war dies die erste Restitution jüdischen Eigentums von öffentlichen Einrichtungen – sieben Jahre vor der Washingtoner Erklärung. Die Erben überließen im gleichen Jahr dem Kunstgewerbemuseum mehrere Objekte als Geschenk, darunter diesen Pokal.
1991 restituiert, im selben Jahr als Schenkung der Familie von Klemperer in das Kunstgewerbemuseum Dresden.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Am geschliffenen Abriss geschnittene Marke: steigender Löwe [für Lauenstein] über einem "C" [für "Cristallglas"].
Der Familie des Bankiers und Sammlers Gustav von Klemperer (1852-1926) und seines Sohnes Victor (1876-1943) - nicht zu verwechseln mit dem Schriftsteller Victor Klemperer (1881-1960) - gelang nach der Reichspogromnacht am 09.11.1938 gerade noch rechtzeitig die Flucht aus Dresden, sie musste aber ihr gesamtes Eigentum zurücklassen. Das komplette Inventar ihrer Villa wurde beschlagnahmt und auf verschiedene Museen verteilt. Die im April, Mai und Juli 1943 dem Kunstgewerbemuseum überwiesenen 120 Objekte der Sammlung wurden sofort inventarisiert und zum Schutz vor Kriegseinwirkungen zusammen mit den Museumsbeständen ausgelagert. Über die Hälfte der beschlagnahmten Stücke ist als Kriegsverlust an den Auslagerungsorten zu betrachten. An eine Restitution der erhaltenen Kunstwerke war vor 1989 nicht zu denken, im Februar 1991 wurden die im Museum noch vorhandenen Stücke an die Erben der Alteigentümer zurückgegeben. Zusammen mit den Rückgaben der Sächsischen Landesbibliothek (heute SLUB) war dies die erste Restitution jüdischen Eigentums von öffentlichen Einrichtungen – sieben Jahre vor der Washingtoner Erklärung. Die Erben überließen im gleichen Jahr dem Kunstgewerbemuseum mehrere Objekte als Geschenk, darunter diesen Pokal. 1991 restituiert, im selben Jahr als Schenkung der Familie von Klemperer in das Kunstgewerbemuseum Dresden.
Reproduktion
Wenn Sie Abbildungen dieses Objektes nutzen möchten, nehmen Sie bitte hier mit uns Kontakt auf. Auch Objekte, die aus ethischen Gründen ausgeblendet sind, können bei begründetem Interesse mit diesem Formular angefragt werden.
Feedback
Wenn Sie zusätzliche Informationen zu diesem Objekt haben oder einen Fehler entdeckt haben, dann schreiben Sie uns: Anmerkung verfassen
Weitere Objekte, die Sie interessieren könnten, aus den Rubriken:
Hohlglas

Teller

Kunstgewerbemuseum
Teller
Kunstgewerbemuseum
Kunstgewerbemuseum

Fragment einer Borte

Kunstgewerbemuseum
Fragment einer Borte
Kunstgewerbemuseum
Zum Seitenanfang