Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
80,5 x 97 cm
Inventarnummer
Inv.-Nr. 07/03
Mit äußerst genauer Beobachtung nähert sich Ferdinand von Rayski in seinem Bild „Hase im Schnee“ dem Tier, das mit angelegten Ohren und gespanntem Körper höchste Aufmerksamkeit signalisiert. In gekonnt gesetzten, trockenen Pinselstrichen charakterisiert er die kargen Zweige, die aus dem Schnee ragen, und das von Windböen gestrichene Fell des Hasen. Der Maler selbst war ein kundiger Jäger. Bei seinen Aufenthalten auf den Landsitzen der mit ihm befreundeten Adelsfamilien malte er nicht nur Porträts, sondern auch solche Jagdstücke. Dabei gelang es ihm, den Moment zu erfassen und zugleich das Tier zu psychologisieren. Der Blick wird dicht an das Wild herangeführt, weniger mit der Absicht naturwissenschaftlicher Genauigkeit, wie das bei Dürers berühmtem Hasen der Fall ist, als vielmehr um eine Nähe herzustellen, welche die emotionale Haltung des Tieres vermittelt. Das Werk ermöglicht die unterschiedlichsten Lesarten, das Tier ist Jagdwild und fremd dem Menschen gegenübertretende Natur. Der „Hase im Schnee“ war 1875 während eines Aufenthalts auf Schloss Milkel bei Kurt Graf von Einsiedel entstanden, der seit Langem zu den wichtigsten Freunden des Künstlers gehörte. Der Eindruck unmittelbarer Lebensanschauung und der lebendige Farbauftrag haben dazu geführt, dass Rayski als Vorläufer des Impressionismus in Anspruch genommen wurde. (Autor: Holger Birkholz, 2018)

In den 1920er Jahren verkauft von Graf Einsiedel, 1931– 2007 Sammlung L. Bluncke, Chemnitz / Dresden. 2007 erworben aus dem Kunsthandel in Heidelberg über die Galerie Gebr. Lehmann, Dresden
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Bezeichnet links unten: Fv.Rayski [mit Hundekopf] Milkel 1875
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