Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer PhNAm 1053
Abmessungen
14,0 x 9,0 cm, Albumseite: 22,5 x 27,5 cm
Inventarnummer
PhNAm 1053
Postkarte mit Darstellung eines indigenen Mannes beim Bogenschießen. Es handelt sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Studioaufnahme oder eine inszenierte Außenaufnahme, für die Requisiten und Kleidung wahllos zusammen gestellt wurden. Zum einen suggeriert der Titel, dass es sich um das legendäre Oberhaupt der Oglala-Lakota Crazy Horse (Tashunka Witko, "Geheimnispferd", ca. 1840-1877) handele. Von diesem gibt es allerdings keine sicher belegte Fotografie. Zudem wirkt die Kleidung des hier gezeigten Mannes recht generisch, sein Bogen ist für die Reiterkulturen der Prärien viel zu groß und unhandlich. Die Federhaube ist im turmartigen Stil gehalten. Diese Art Haube wurde auf den Great Plains von einigen Gruppen über bestimmte Zeiträume im 19. Jh zwar verwendet, allerdings war der "wallende" Stil, bei dem die Federn nach Hinten ausgerichtet sind, unter den Sioux weiter verbreitet. Zudem ist der Blauschimmer der Federn untypisch, es scheint sich hier um ein Fantasieprodukt zu handeln.
Die ersten Postkarten wurden in England um 1840 mit aufgeklebten Briefmarken verschickt. In Deutschland gab es die ersten um 1870. Ab 1885 wurden Postkarten international zugelassen, besonders Ansichtskarten wurden nun bis zum Ersten Weltkrieg millionenfach jährlich verschickt. Beeinflusst durch Kolonialismus, europäische Auswanderung, sowie aufkommenden Massentourismus gehörten exotisierende Szenen aus Übersee, besonders auch völkerkundliche Darstellungen, zu den Kernmotiven. "Indianer" und Cowboy-Motive dienten in den USA ab 1900 als Werbemittel zur wirtschaftlichen und touristischen Erschließung des Westens und Floridas. Beliebt waren dabei Häuptlingsportraits, Bezüge auf historische Begebenheiten, und romantisierender Kitsch. (MVL, Frank Usbeck, 01.03.2021)
Kultureller Kontext
Sioux (dargestellte Kultur)
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
bez. im Druck u. Mi.: "Sioux Indian 'Crazy Horse'."
Creditline
GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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